Apple hat am 6. August Sicherheitsupdates für macOS Tahoe 26.6.1, macOS Sequoia 15.7.9 und macOS Sonoma 14.8.9 veröffentlicht. Ziel ist es, die macOS Screen-Sharing-Sicherheitslücke zu schließen, die es einem Angreifer im Netzwerk ermöglicht, ohne Eingabe gültiger Anmeldedaten auf die Bildschirmfreigabe zuzugreifen.
Ausnutzung der macOS Screen-Sharing-Funktion in der Praxis
Eine aktive Ausnutzung dieser Schwachstelle erfolgte auf Systemen, bei denen Port 5900 aus dem Internet erreichbar war. Laut Informationen von macrumors.com geschah dies in mehreren Fällen, die vom niederländischen National Cyber Security Centrum (NCSC-NL) registriert wurden. Diese Institution erklärte: „Das niederländische National Cyber Security Centrum hat eine Meldung erhalten, die darauf hinweist, dass ein aktiver Missbrauch dieser Schwachstelle auf mehreren Systemen beobachtet wurde, bei denen Port 5900 aus dem Internet erreichbar war“.
In diesen Fällen erlangten die Angreifer Root-Zugriff, was die höchste Systemverwaltungsebene bedeutet. Anschließend installierten sie auf den Geräten einen Monero-Kryptominer. Das NCSC-NL stellte im Zusammenhang mit diesen Angriffen fest: „In allen diesen Fällen wurde Root auf dem betroffenen System erlangt und ein Monero-Kryptominer platziert“.
Kritische Bewertung und Ausmaß des Problems
Die US-Behörde CISA bewertete den Schweregrad dieser Schwachstelle zunächst mit 7,1 von 10, erhöhte die Bewertung später jedoch auf 9,8. Laut dem Portal en.bloomingbit.io entdeckte Ryan Dowd von der Firma Huntress mithilfe der Plattform Censys zehntausende Geräte, die verwundbar sein könnten. Die Bildschirmfreigabe ist standardmäßig deaktiviert, aber Benutzer aktivieren sie häufig, um sich mit Apple-Geräten auf entfernten Servern zu verbinden.
Apple hat das Problem durch ein verbessertes Zustandsmanagement (Improved State Management) gelöst. Laut pluang.com wird empfohlen, das System sofort zu aktualisieren und die Bildschirmfreigabe nur während der tatsächlichen Nutzung zu aktivieren.