Tim Cook nähert sich dem Ende seiner Amtszeit als CEO von Apple. Ab dem 1. September wird John Ternus die Leitung des Unternehmens übernehmen. Laut dem Analysten der Bank of America, Wamsi Mohan, könnte Ternus eine mutigere und risikofreudigere Ära bei Apple einleiten.
Größere Risikobereitschaft
Apple hat bisher bei der Führungsübergabe vor allem die Kontinuität betont, die Ternus in die Rolle bringt. Doch nicht alle an der Wall Street glauben, dass Ternus Cooks Beispiel so eng folgen wird.
In einem Analysebericht, der von The Street aufgegriffen wurde, bestätigt Wamsi Mohan für Apple ein starkes „Buy“-Rating. Teil seiner Unterstützung ist auch die Erwartung, dass Ternus Cooks Vermächtnis bewahrt, aber gleichzeitig eine größere „Lust auf Risiko“haben wird. Die Bank wies darauf hin, dass sich Apple von dem Ziel entfernt, strikt cash-neutral zu sein, was ein frühes Signal sein könnte, dass das Management eher bereit ist, Kapital einzusetzen. Dies könnte sich in höheren Ausgaben für Forschung und Entwicklung, größeren Investitionsausgaben und potenziell größeren Übernahmen äußern - was nicht die Hauptmerkmale von Cooks Strategie waren.
Neue Produktkategorien
Laut Bank of America könnte Apple unter Ternus' Führung viel schneller in neue Kategorien vorstoßen. Die Rede ist von Brillen mit künstlicher Intelligenz, AirPods mit Kamera, Smart Rings, Hausautomation, persönlichen Assistenten und Robotik.
Die Bank glaubt im Wesentlichen, dass Ternus Cooks Erbe bewahren und Apple zu einer hochprofitablen globalen Maschine machen wird. Gleichzeitig wird jedoch erwartet, dass er die starke Position des Unternehmens nutzen wird, um in Zukunft risikoreichere Schritte zu unternehmen.
Unmittelbar nach Ternus Amtsantritt werden sich wahrscheinlich keine großen Veränderungen zeigen. In den kommenden Monaten könnte jedoch deutlicher werden, worin sich seine Prioritäten von denen der bisherigen Führung unterscheiden.