Das Unternehmen Apple hat bei Gericht einen Antrag eingereicht, in dem es seine Bereitschaft bekundet, Möglichkeiten einer gütlichen Beilegung des Streits mit Epic Games zu prüfen. Dieser Antrag kommt zu einer Zeit, in der Apple eine neue Provisionsstruktur für Käufe vorgeschlagen hat, die außerhalb des internen Zahlungssystems des App Store in den USA getätigt werden.
Apple schlägt eine Schlichtungskonferenz vor
Die Rechtsvertreter von Apple haben Richterin Yvonne Gonzalez Rogers gebeten, eine Schlichtungskonferenz unter der Aufsicht von Richter Joseph C. Spero anzuordnen. Apple gab an, dass es vor Einreichung des Antrags versucht habe, sich mit den Anwälten von Epic Games zu einigen, aber Epic dem Antrag nicht zugestimmt habe.
Apple argumentiert, dass das Gericht die Befugnis habe, ein solches Treffen auch ohne Zustimmung der anderen Partei anzuordnen. Nach Ansicht des Unternehmens könnten Diskussionen in einem vertraulichen und nicht konfrontativen Umfeld die Chancen auf eine praktikable Lösung erhöhen. Dadurch würden wahrscheinlich langwierige Gerichtsverfahren vermieden.
Streit über die Höhe der Provisionen im App Store
Der aktuelle Konflikt dreht sich um Gebühren für alternative Zahlungssysteme. Apple hat Provisionen von bis zu 15 % für Käufe außerhalb des App Store vorgeschlagen. Epic Games hat diesen Vorschlag sofort abgelehnt. Das Unternehmen behauptet, dass diese Gebühren außerhalb der Empfehlungen des Ninth Circuit lägen.
Der gesamte Prozess findet in einer angespannten Atmosphäre statt. Der Oberste Gerichtshof hat nämlich den Antrag von Apple auf Aussetzung des Verfahrens vor dem niedrigeren Gericht abgelehnt. Dies betrifft die Entscheidung von Richterin Yvonne Gonzalez Rogers bezüglich der Missachtung des Gerichts durch Apple, weil das Unternehmen eine Provision von 27 % erhoben hatte, obwohl es Entwicklern hätte ermöglichen müssen, auf externe Zahlungsmethoden zu verlinken.
Der eingereichte Antrag auf ein Schlichtungsverfahren enthält keine konkreten Angebote oder Bedingungen für einen möglichen Frieden. Es handelt sich lediglich um eine Bitte um Aufnahme von Gesprächen unter gerichtlicher Aufsicht.